Politik als Passion Politik als Passion - (ohn)mächtige Leidenschaften In drei Veranstaltungen werden wir dem Verhältnis von Emotionen und Politik auf den Grund gehen und fragen: Bei welchen politischen Themen kochen unsere Emotionen hoch, wofür setzen wir uns selbst leidenschaftlich ein? Wie werden wir durch politische Rhetorik überzeugt oder manipuliert? Was fasziniert uns an leidenschaftlichen Politiker_innen? Kann gute Politik ohne Gefühle gemacht werden?
ExtremismusbegriffskritikerInnenkritik Ein z.Zt. äußerst beliebtes Thema bei antifaschistisch engagierten Menschen ist die Kritik des Extremismus-Begriffs. Die Problematik dieses Begriffs liegt sicherlich darin, dass das Schema einer demokratischen „Mitte“, die durch „Ränder“ bedroht wird, zur Beschreibung der gesellschaftlichen Realität wenig geeignet ist. Gesellschaftliche Erscheinungen wie Rassismus oder Homophobie sind keine „Randphänomene“ und sie werden auch nicht beseitigt werden können, wenn sie als solche wahrgenommen werden. Achim Wesjohann
Hochinklusiv! Zusammenhalt einer vielfältigen Gesellschaft Inklusion lautet das starke Leitmotiv des gemeinsamen Projekts der Heinrich-Böll-Stiftung und ihrer Länderstiftungen. Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch als Individuum so akzeptiert wird, wie er ist, und es jedem Menschen in vollem Umfang möglich ist, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Wir wollen mit dem Projekt Hochinklusiv! Zusammenhalt einer vielfältigen Gesellschaft gesellschaftliche, politische und soziale Kräfte einbinden und unterstützen, die dem Auseinanderdriften bereits aktiv entgegenwirken.
Von Gefährlichen Liebschaften zu Vergessenen Opfern 2009 veröffentlichten das Kulturbüro Sachsen und Weiterdenken in einer Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Bund die Broschüre »Gefährliche Liebschaften« in deutscher und tschechischer Sprache. Aber auch nach der Publikation der Broschüre wurde die deutsch-tschechische Zusammenarbeit vertieft und fortgesetzt. 2009 gründete sich die Opferberatungsstelle In IUSTITIA aus. In einem Recherche-Projekt „Vergessene Opfer“ wurde die Situation der Opfer von Hate violence (Hassgewalt) und die bestehenden bzw. notwendigen Beratungs- und Unterstützungsangebote in Tschechien analysiert. Miroslav Bohdálek über neue Projekte
Nach der Wahl ist vor... - Die Wahlen 2011 und ihre Folgen Das Jahr 2011 war geprägt von wichtigen Wahlen mit spannenden Verläufen und zum Teil einschneidenden Ergebnissen. Dabei interessiert uns zunächst, ob sich bundesweite Trends aus den Wahlergebnissen 2011 ablesen lassen und wenn ja welche. Lassen sich aus diesen Feststellungen Erwartungen für die Rolle einzelner Parteien in der politischen Landschaft in nächster Zukunft ableiten? Was bedeutet dies für die kommenden Landtagswahlen 2014 in Sachsen? Zahlen und Livestream
Einmischen erwünscht! Bürgerschaftliche Partizipation in der Euroregion Elbe/Labe Die aktive Beteiligung von BürgerInnen in ihrem direkten Lebensumfeld ist die Basis für eine demokratische und vitale Zivilgesellschaft. Die Euroregion Elbe/Labe ist mit seinen eng verwobenen kulturellen und politischen Beziehungen ein besonders spannender europäischer Raum, der auch vom grenzüberschreitenden gesellschaftspolitischen Engagement seiner deutschen und tschechischen BürgerInnen lebt. Mit einer gemeinsamen Reihe haben Weiterdenken- Heinrich Böll Stiftung Sachsen und das Collegium Bohemicum Ústí nad Labem daher aktuelle Modelle bürgerschaftlicher Teilhabe zur Diskussion gestellt.
OSTRALE 2011 Mit der OSTRALE`011 befaßt sich das Festival mit der Frage der Verortung kreativer Impulse in einem zeitlichen, räumlichen und kulturellen Kontext. Die kulturelle, künstlerische und politische Identität wird aus der Sicht des „homegrown“, der eigenen Verortung der Kunst, insbesondere unter dem Aspekt der Zeit(-genossenschaft), befragt.
Hermann Voss - Ein Kunsthistoriker und Museumsmann im Kontext des nationalsozialistischen Kunstraubs Hermann Voss (1884–1969) gehört zu den profiliertesten deutschen Kunsthistorikern des 20. Jahrhunderts. Leipzig, Berlin, Wiesbaden und Dresden waren Stationen seiner Museumskarriere. Verbunden bleibt sein Name jedoch mit der Tätigkeit als Sonderbeauftragter Hitlers für das "Führermuseum" in Linz. Das Buch der ehemaligen Promotionsstipenditin der Heinrich-Böll-Stiftung Dr. Kathrin Iselt untersucht erstmals detailliert das Leben und Wirken des Kunsthistorikers und seine Verstrickung in den nationalsozialistischen Kunstraub, die schon lange vor seiner Ernennung zum "Sonderbeauftragten für Linz" begann.
Es gibt keine Mitte - Naziproblem und «Rechtsextremismus»-Dilemma Die Diskussion um den Extremismusansatz und dessen Folgen für die Arbeit gegen Nazistrukturen und nazistische, menschenfeindliche und diskriminierende Einstellungen und Handlungen ist nicht neu. Seit Jahren verweisen Wissenschaft und Praxis darauf, dass die Unterscheidung zwischen einer politischen «Mitte der Gesellschaft» und deren extremen Rändern empirisch nicht haltbar ist, weil sie sich in einem komplexen Geflecht z.B. rassistischer, antisemitischer, völkischer, sozialdarwinistischer, autoritärer bzw. radikaldemokratischer, anarchistischer, sozialistischer, kommunistischer usw. Einstellungen auflöst.
Bildungsreise Serbien/ Bosnien und Herzegowina 2011 Nach dem Zerfall Jugoslawiens und den Balkankriegen der 90er Jahre sind auch Serbien und Bosnien und Herzegowina durch einen tiefgreifenden politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Wandel geprägt. Die Heinrich Böll-Stiftungen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg laden Sie auf eine Bildungsreise ein, die einen Einblick in die gesellschaftlichen Entwicklungen beider Länder - 16 Jahre nach dem Ende des Bosnienkrieges - geben wird.