Dokumentation der Tagung "Angažmá! Freiwilligenarbeit in Tschechien und Deutschland" Am 14. November 2011 fand in der tschechischen Stadt Ústí nad Labem eine Tagung zum Freiwilligendienst in Tschechien und Deutschland statt. Die Veranstaltung setzte sich aus Fachvorträgen, Workshops und einer Podiumsdiskussion zusammen. Nachfolgend finden Sie die Veranstaltungsdokumentation.
Einmischen erwünscht! Bürgerschaftliche Partizipation in der Euroregion Elbe/Labe Die aktive Beteiligung von BürgerInnen in ihrem direkten Lebensumfeld ist die Basis für eine demokratische und vitale Zivilgesellschaft. Die Euroregion Elbe/Labe ist mit seinen eng verwobenen kulturellen und politischen Beziehungen ein besonders spannender europäischer Raum, der auch vom grenzüberschreitenden gesellschaftspolitischen Engagement seiner deutschen und tschechischen BürgerInnen lebt. Mit einer gemeinsamen Reihe haben Weiterdenken- Heinrich Böll Stiftung Sachsen und das Collegium Bohemicum Ústí nad Labem daher aktuelle Modelle bürgerschaftlicher Teilhabe zur Diskussion gestellt.
Bildungsreise Serbien/ Bosnien und Herzegowina 2011 Nach dem Zerfall Jugoslawiens und den Balkankriegen der 90er Jahre sind auch Serbien und Bosnien und Herzegowina durch einen tiefgreifenden politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Wandel geprägt. Die Heinrich Böll-Stiftungen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg laden Sie auf eine Bildungsreise ein, die einen Einblick in die gesellschaftlichen Entwicklungen beider Länder - 16 Jahre nach dem Ende des Bosnienkrieges - geben wird.
Millionen Stimmen - Bürgerbeteiligung und Wasserpolitik in Europa Im Frühjahr 2013 starteten wir in Chemnitz eine neue Veranstaltungsreihe namens Europa-Salon. Der Salon im Juli 2013 beschäftigte sich mit Bürger_innenbeteiligung in Europa am Beispiel der Europäischen Bürgerinititative (EBI) right2water, welche die EU -Wasserpolitik kritisiert und sich für den Schutz dieser Ressource vor den Gesetzen des freien Marktes einsetzt. - Interview
Die spinnen, die Amis! Trotz Finanzkrise wollen sie keinen Sozialismus. Guantanamo wird nicht geschlossen. Eine Verschärfung der Waffengesetze lehnen sie ab. Und an Barack Obama hassen sie, was Europäer lieben. Wer soll das verstehen?von Christoph von Marschall, Washington
Internationale Parlaments - StipendiatInnen zu Gast in Dresden 2010 hatte Weiterdenken bereits zum vierten Mal eine Gruppe des »Internationalen Parlaments-Stipendium« (IPS) zu Gast. Im März erhielten wir Besuch von 21 StipendiatInnen.
Fußballweltmeisterschaft in Südafrika - Was bleibt Die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika ist Geschichte. Für einen winzigen Augenblick richtete sich der Blick wieder auf das Land am Kap, brachte dem ganzen Kontinent ein wenig Aufmerksamkeit, wenn auch nur oberflächlich und in Gestalt dieser unsäglichen on-Reporter(innen), die vorgaben, Wirklichkeit abzubilden. Thomas Brückner über südafrikanische Literatur und die Fußballweltmeisterschaft.
Europäische Afrikapolitik Konflikte und Kriege in Afrika werden zunehmend als Sicherheitsbedrohung im internationalen Staatensystem wahrgenommen. Staatszerfall wird dabei insbesondere im Zusammenhang mit der Ausbreitung des internationalen Terrorismus als Sicherheitsrisiko für die Internationale Gemeinschaft betrachtet.Im afrikapolitischen Kontext offenbart sich einmal mehr das Spannungsverhältnis zwischen nationalstaatlicher Interessenwahrung und dem Finden gemeinsamer europäischer Strategien. Mit der Afrika-Strategie der EU soll nicht zuletzt auch der Problematik eben dieser Diskrepanzen begegnet werden.
Staatsbildung und Ethnisierung auf dem Balkan und im Südkaukasus Mit dem Zerfall des kommunistischen Raums Ende der 1980-er Jahre sind in Europa viele neue Staaten entstanden. Für manche Staaten handelte es sich „nur“ um eine politische Umstellung, um eine Systemwende – so z. B. für Polen, Ungarn oder Rumänien. Aber im Fall von multiethnischen Staaten wie Jugoslawien oder der Sowjetunion folgte eine Zersplitterung der bisherigen Territorien. Neue Staaten sind entstanden, wobei Ethnizität zum Kern dieser Staatsbildungsprozesse wurde, so auch auf dem Balkan: Staatsbildung erfolgte entlang ethnischer Grenzen in einem multiethnischen Umfeld. Dies führte zu dramatischen Konflikten in den 1990-er Jahren, z.B. im Kosovo in Serbien, in Südossetien und Abchasien in Georgien oder in Transnistrien in Moldawien. Für diese Konflikte bzw. den Status dieser Regionen wurden bis heute kaum nachhaltige Lösungen gefunden. Nur teilweise erzielte man durch internationale Vermittlungen prekäre Lösungen wie im Fall von Bosnien und Herzegowina. Die aktuelle Entwicklung dieser Konflikte - die Anerkennung des Kosovo durch die westlichen Staaten, der Krieg im August 2008 in Südossetien zwischen Russland und Georgien und die darauf folgende Anerkennung von Abchasien und Südossetien durch Russland - zeigen, dass die Ethnisierung von Staatsbildung und die Politisierung von Ethnizität mehr denn je ein relevantes Thema in Europa und an den Rändern Europas darstellt.