Die Elbe unter Druck
Zu hoch und zu niedrig
Die Elbe führt mal viel, mal wenig Wasser. Das ist normal. Doch seit 2014 fließt immer weniger Wasser die Elbe hinunter. Niedrigwasser scheint zum Normalzustand zu werden. Die Klimakrise wird zur Wasserkrise.
Wie sauber ist die Elbe?
In den 1980er Jahren zählte die Elbe noch zu den schmutzigsten Flüssen Europas. Seitdem hat sich die Wasserqualität erheblich verbessert. Sauber ist die Elbe dennoch nicht. Ablagerungen in der Elbe zeugen noch von der einst hohen Schwermetallfracht. Sie wird bei starkem Hochwasser wieder aufgewirbelt. Zu hohe Stickstoff- und Phosphoreinträge aus Landwirtschaft, Industrie und Kläranlagen sowie Rückstände von Arzneimitteln, Pestiziden und Mikroplastik belasten den Fluss aktuell.
PFAS – kurz genutzt, ewig im Umlauf
Ewigkeitschemikalien oder kurz PFAS sind extrem langlebig und schädlich für Umwelt und Gesundheit. Sind sie einmal im Wasser, lassen sie sich sehr schwer entfernen. Sie finden sich in vielen Produkten: z.B. in Regen-Kleidung, Kosmetik sowie Fast-Food-Verpackungen. Weitere Quellen sind Pflanzenschutz-, Kälte- und Arzneimittel sowie Industrieprozesse - so etwa in der Halbleiterindustrie.
PFAS finden sich in der Elbe und ihren Fischen. Das zur PFAS-Stoffgruppe gehörende PFOS wurde in teils hohen Mengen in Blei und Döbel nachgewiesen. und vor dem Verzehr großer Fische gewarnt1. Die Verwendung von PFOS ist seit 2006 verboten2. Bei über 10.000 Einzelstoffen der PFAS-Gruppe ist dies aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.