Medienberichterstattung über ‘Roma’

Workshop und Gespräch mit Markus End, Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin

Sinti und Roma sind immer wieder Gegenstand der Berichterstattung. Ob im Zusammenhang mit der Migration aus neuen EU-Ländern nach Deutschland, mit Betteln, Straßenmusik, mit Kriminalität oder bei der Berichterstattung über Kultur- und Gedenkveranstaltungen.
Selbst in gut recherchierte Medienbeiträge schleichen sich oft stereotype Bilder, Ungenauigkeiten und Fehler ein. Sobald es um die größte Minderheit in Europa geht, ist es scheinbar leicht, ins Fettnäpfchen zu treten. Der Workshop untersucht daher einige Fragen. Welche medialen Mechanismen bewirken eine Reproduktion von Stereotypen und wie kann ich sie vermeiden? Welche Gefahren gibt es bei Pressefotografien und Archivmaterial? Oder in welchen Fällen ist es angebracht auf eine Minderheitenzugehörigkeit hinzuweisen und in welchen Fällen nicht?

Dieser Workshop dient der lokalen Presselandschaft sich damit auseinander zu setzen und Kontakte herzustellen, so dass nicht weiterhin über Menschen berichtet wird, jedoch nie Angehörige der Minderheit selbst zu Wort kommen.

 

Dr. Markus End ist Fellow am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin. Seit 2016 ist er Vorsitzender der Gesellschaft für Antiziganismusforschung. 2014 erschien seine Studie zu Antiziganismus in den Medien.