Stellenausschreibung: Bildungsreferent*in für die Fachstelle „Bildungsallianzen gegen rechte Ideologien“

Stellenbeschreibung

Bildungsreferent*in für die Fachstelle „Bildungsallianzen gegen rechte Ideologien“

Arbeitsort: Dresden / Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen
Umfang: 25 Stunden pro Woche
Befristung: Zunächst befristet auf zwei Jahre
Beginn: 15. Juni 2026

Weiterdenken ist der sächsische Teil der Heinrich-Böll-Stiftung. Wir setzen uns für Demokratie, Menschenrechte, Geschlechtergerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und eine offene, plurale Gesellschaft ein. Mit politischer Bildungsarbeit, Forschung, Publikationen und zivilgesellschaftlicher Vernetzung stärken wir demokratische Kultur und gesellschaftliche Teilhabe.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus, Rechtsextremismus und autoritären Ideologien. Die Fachstelle stellt Informationen, Analysen und Praxis-Tipps im Umgang mit Rechtspopulismus und Hate Speech zur Verfügung – in Veranstaltungen, Beratungen, Podcasts, digitalen Formaten und einer Ausstellung. 
Die ausgeschriebene Fachstelle ist gemeinsam durch den Verbund der Heinrich-Böll-Landesstiftungen getragen und koordiniert. Seit 2016 arbeitet sie zu politischem Handeln und Bilden gegen extrem rechte Ideologie und Politik.

AUFGABEN:

Die Auswirkungen des Autoritarismus auf die Gesellschaft sind vielfältig und nehmen zu. Extrem rechte Diskurse normalisieren sich und beeinflussen Sprache, demokratische Normen, Institutionen, Rechte und Werte. Zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen, aber auch unabhängige Medien, stehen unter Druck. Aufgabe wird es vor diesem Hintergrund sein, die Fachstelle in Absprache mit den Heinrich-Böll-Landesstiftungen inhaltlich weiterzuentwickeln und weiterhin progressive Bildungsangebote anzubieten. Drei Bereiche stehen daher im Arbeitskontext der Heinrich-Böll-Landesstiftungen besonders im Vordergrund:

1. Bildung

  • Entwicklung, Organisation und Durchführung von Bildungsformaten mit dem Ziel der Stärkung demokratischer Resilienz und zivilgesellschaftlicher Handlungsfähigkeit,
  • Erstellung von Bildungsmaterialien für unterschiedliche Zielgruppen,
  • Austausch und Kooperation mit den Landesstiftungen des Heinrich-Böll-Stiftungsverbunds, zivilgesellschaftlichen Initiativen, Bildungsträgern, Wissenschaft, Kommunalpolitik und engagierten Einzelpersonen.

2. Analyse und politische Einordnung

  • Beobachtung und Analyse aktueller Entwicklungen im Bereich extreme Rechte, autoritäre Bewegungen und demokratiefeindliche
     Diskurse,
  • Aufbereitung wissenschaftlicher Erkenntnisse für die politische Bildungsarbeit,
  • Mitwirkung an Publikationen, Fachbeiträgen und öffentlichen Debatten.

3. Projektmanagement und Qualitätssicherung

  • Planung, Steuerung und Evaluation von Projekten,
  • Budgetverantwortung im Rahmen der Projektmittel,
  • Dokumentation und Berichterstattung gegenüber Fördermittelgebern und dem Stiftungsverbund.
     

Vor Ort in Dresden arbeitet die Fachstelle in einem kleinen, sehr kollegialen Team. Es gehört für uns dazu, neben den Kernaufgaben auch an der allgemeinen Büroorganisation mitzuarbeiten sowie andere im Team anfallende, zumutbare Aufgaben zu übernehmen.

Anforderungsprofil

Fachliche Qualifikationen

  • abgeschlossenes Hochschulstudium (z. B. Politikwissenschaft, Sozialwissenschaften, Pädagogik, Geschichte oder vergleichbare Fachrichtung),
  • mehrjährige Erfahrung in politischer Bildungsarbeit oder Demokratiearbeit,
  • fundierte Kenntnisse zu Rechtspopulismus, Rechtsextremismus, autoritären Dynamiken und zivilgesellschaftlicher Gegenstrategien,
  • sehr hohe Kompetenz im Verfassen von an unterschiedlichen Zielgruppen orientierten Fachtexten (allg. Öffentlichkeit, Fachpublikum etc.)

Persönliche Kompetenzen

  • ausgeprägte konzeptionelle und analytische Fähigkeiten,
  • hohe Kompetenz in mündlicher und schriftlicher Kommunikation
  • hohe Moderationskompetenz,
  • gute Kenntnisse im Umgang mit social media und Offenheit für die Arbeit mit unserer Website
  • Sensibilität im Umgang mit diskriminierungskritischen Themen,
  • selbstständige, strukturierte und teamorientierte Arbeitsweise,
  • Bereitschaft zu Dienstreisen.
     

Wir bieten

  • eine sinnstiftende Tätigkeit in einer politisch engagierten Stiftung,
  • Gestaltungsspielraum für innovative Bildungsformate,
  • ein engagiertes, kollegiales Team und ein breites zivilgesellschaftliches Netzwerk,
  • die Möglichkeit, eigenverantwortlich und familienfreundlich zu arbeiten,
  • flexible Arbeitszeitmodelle und Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten,
  • Vergütung angelehnt an TV-L 12
  • Wir fördern kontinuierliche Weiterentwicklung – dafür erhalten Sie jährlich fünf Bildungstage zur persönlichen und fachlichen Fortbildung.
     

Rahmenbedingungen

Wann: ab 15. Juni 2025 (zunächst befristet auf 2 Jahre)

Wo: Dienstort ist Dresden (nicht barrierefrei)

Die Vielfalt von Perspektiven und Erfahrungsschätzen hat in unserer Arbeit einen zentralen Stellenwert. Wir begrüßen deshalb ausdrücklich Bewerbungen von Menschen diverser geografischer, ethnischer und sozialer Herkunft, Religionen und Weltanschauungen, sexueller Orientierung und Identität, verschiedenen Alters und Geschlechts sowie von Menschen mit Behinderungen.

Bewerbungsprozess

Bitte senden Sie Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, relevante, aussagekräftige Arbeitsproben) bis zum 10. Mai 2026 an bewerbung@weiterdenken.de.

Es wird darauf hingewiesen, dass Sie mit Ihrer Bewerbung gleichzeitig Ihr Einverständnis zur elektronischen Verarbeitung Ihrer persönlichen Daten bis zum Abschluss des Bewerbungsverfahrens erteilen.

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