1989 – Die Zäsur aus osteuropäischer Perspektive

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Auch wenn der Zeitpunkt des Zusammenbruchs der UdSSR ein Zufall war, so waren die Gründe dafür keiner. Dies liegt vor allem daran, dass die „Bedürfnisdiktatur“ (Á. Heller) des Ostblocks nicht mit den Werten von Freiheit und Rechtssicherheit vereinbar war. Ágnes Heller berichtet als Zeitzeugin und Philosophin über die Umbrüche des Jahres 1989 und vermittelt die Erwartungen und Wünsche der Gesellschaft an die errungene Demokratie. Im Kontext aktueller Entwicklungen in Ungarn betont sie auch, wie die Demokratie erhalten werden kann und welche Rolle Bildung und Teilhabe spielen, denn demokratische Institutionen ohne demokratischen Geist sind nicht in der Lage Demokratie zu gewährleisten.

Ágnes Heller, ungarische Philosophin mit jüdischer Herkunft wurde 1929 in Budapest geboren und schaffte es nur knapp der Shoah zu entgehen. 1947 studierte sie Philosophie und wurde von Georg Lukács promoviert. Darauf folgten Professuren an der LaTrobe-Universität in Melbourne und der New School for Social Research in New York. Sie ist weiterhin Autorin vieler Werke, wie "Die Welt der Vorurteile. Geschichte und Grundlagen für Menschliches und Unmenschliches" oder "Alltag und Geschichte - Zur sozialistischen Gesellschaftslehre". Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen gehören u.a. der Lessing-Preis der Stadt Hamburg, der Sonning-Preis Dänemarks oder die Goethe-Medaille.

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Die demokratische Frage - neu gestellt: 1989 - Die Zäsur aus osteuropäischer Perspektive - BoellSachsen

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